In der naturheilkundlich orientierten Medizin gilt die Übersäuerung des Organismus als Grundlage für viele Erkrankungen. Selbst bei unauffälligen Blutwerten kann bereits eine Entgleisung des Säure- Basenhaushalts vorliegen. Leider trägt unser heutiger Lebensstil deutlich dazu bei, dass immer mehr Menschen davon betroffen sind. Tückische daran ist, dass es erstmal keine deutlichen Symptome als Alarmzeichen gibt. Erst die erhöhte Entzündungsbereitschaft des Körpers und daraus resultierende Folgeerkrankungen machen darauf aufmerksam.
Woher kommen die Säuren?
Einen Teil nehmen wir über die Nahrung zu uns, ein anderer Tail entsteht bei der Verbrennung der Nährstoffe im Körper.
Wie entsorgt unser Körper die Säuren?
Die Säuren werden aus der Zelle über das Bindegewebe, dann über das Blut zu den Ausscheidungsorganen Leber, Niere, Darm, Lunge und Haut transportiert. (Verständlich, dass Schwitzen – Sport oder Sauna – die Entsäuerung ankurbelt.) Um diesen Säureüberschuss auszugleichen, benötigt der Körper jedoch wichtige Mineralien. Das wiederum ist der fatale Wegbereiter für Folgeerkrankungen. Die Liste dabei ist lang, und reicht von Nierensteine über Osteoporose, Allergien, Migräne, Rheuma, Schmerzen, Bluthochdruck bist hin zu Verdauungsbeschwerden durch eine Fehlbesiedlung der Darmflora. Untersuchungen zeigen deutlich, dass entzündetes Gewebe deutlich saurer ist als gesundes.
Erste Symptome einer Übersäuerung kann z.B. Müdigkeit, Sodbrennen sein.Bei letzerem, verhamlost über die Medien, besorgen sich Betroffene meist schnell einen Säureblocker (Omeprazol, Ranitidin, etc) – vordergründig hilft dies schnell – über die Folgen wird keiner richtig aufgeklärt: der Magen, der ein saures Milieu (pH-Wert von 1,5) benötigt zur Abtötung von Keimen, wird durch den Säureblocker gezwungen, noch mehr Säure zu produzieren. Wird am Lebensstil nichts verändert, schreitet die Gewebsübersäuerung noch schneller voran.
Was sind die typischen Säurelieferanten?
Fleisch, Fisch, Wurst, Eier, Käse, Spargel, Artischocke, Rosenkohl, Erdüsse, Zucker, Weissmehlprodukte, raffinierte und gehärtete Fette (Frittiertes, Knabberzeug, Süßigkeiten), Filterkaffee, Alkohol, Kohlensäure. Auch negativer Stress, übermäßiger Sport, Strahlung (Elektrosmog) erzeugt Säure im Körper.
Was sind typische Basenspender?
Blattgemüse, Wurzelgemüse, Gemüsefrüchte, Stängelgemüse (ausser Spargel), Zwiebel, Knoblauch, Kartoffeln, bestimmtes Obst, Gemüsebouillon, Kräuter.
Die gute Nachricht dabei ist, dass wenn Sie die ersten Alarmzeichen einer Übersäuerung ernst nehmen, allein schon eine Umstellung auf basische Ernährung und bei Bedarf einer Supplementierung mit Basenpulver sichtlich hilft. Sie werden feststellen, wieviel mehr an Energie und Lebenskraft Sie verspüren.